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Bunte Sitzsäcke als Zeichen gegen Rechts – Präsentation von Objekten aus der Lebenswelt von NS-Tätern im Museum

Vortrag mit Diskussion
Donnerstag, 05.02.2026 um 16:00-17:30 Uhr
Online (Zoom)

Referentin

Kirsten John-Stucke (Kreismuseum Wewelsburg, Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945)

Zielgruppe

Angesprochen sind ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter:innen von Museen und Gedenkstätten.

Anmeldung 

Anmeldung bis 04.02.2026 über fortbildung@museumsamt.lwl.org oder über das Anmeldeformular.

Die Zahl der Teilnehmer:innen ist begrenzt.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Beschreibung

Seit den 1990er Jahren ist die Wewelsburg aufgrund ihrer Geschichte in der NS-Zeit ein Anziehungspunkt für extrem rechte Besuchende. Seit 2010 dokumentiert die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945 in ihrer Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ die Geschichte der lokalen SS-Aktivitäten und des von der SS eingerichteten Konzentrationslagers. Die Schutzstaffel (SS), ihre Ideologie und ihre Verbrechen werden umfassend thematisiert und durch zahlreiche Originalexponate aus der SS-Lebenswelt ergänzt. Welche Herausforderung galt es bei er Präsentation dieser affirmativen Objekte zu berücksichtigen? Wie gelingt dem Kreismuseum der Spagat zwischen politischer Bildung, der Erinnerung an die Opfer der SS-Gewalt und der Aufklärung gegenüber Geschichtsverklärung und Vereinnahmung des Ortes durch Rechtsextreme? 

Über die Referentin

Kirsten John-Stucke ist Historikerin und leitet seit 2011 das Kreismuseum Wewelsburg. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW sowie Vorstandsmitglied von IC MEMOHRI (ICOM). Darüber hinaus gehört sie den wissenschaftlichen Beiräten der NS-Dokumentation Vogelsang, der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, des Dokumentations- und Lernorts Bückeberg und des Lern- und GeDenkOrts Alt Rehse an. Sie veröffentlichte zahlreiche Publikationen zur Geschichte der Wewelsburg, zum Nationalsozialismus und zur Erinnerungskultur.

Anmeldung

Sie erhalten vor der Veranstaltung die Einwahldaten für Zoom via E-Mail.

Die Online-Fortbildung wird aufgezeichnet und im Anschluss auf Youtube veröffentlicht.
Sie werden in der Aufzeichnung unkenntlich gemacht.